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By the way 159 – voll rein, mit Doping und Kirche und Ladyboys, mit MV und VfB, mit „Klümper-Stümper“ und dem Tünn, und mit einem ungefederten Lotus Zweisitzer...
11.03.2015
Es stehen weiterhin offene Fragen im Raum. Was, zum Beispiel und zur Hölle, fange ich mit den zunächst mal vier Euro mehr Kindergeld an, die Herr Schäuble mir in die Kasse wandern lässt? Pro Kind! Und dann demnächst nochmal zwei weitere Euro? Kaufe ich mir endlich das Fun-Car fürs Wochenende, den ungefederten Lotus Zweisitzer? Schwierig schwierig...
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By the way 158 – Einnordung durch das Einhorn oder wie ich zum zweiten Frühstück eine Erscheinung hatte...
04.03.2015
Wer keinen Likör hat, der könnte vor Sorge ja derzeit schiergar verrückt werden. Sorge um den VfB Stuttgart, Sorge um den Euro, Sorge um die wahren Absichten unserer Politiker, das Klima, der Islamische Staat, die Griechen, die US-Polizeigewalt, die Liste ist lang. Da ist es doch umso wichtiger, nach der morgendlichen Dosis besorgniserregender Nachrichten zum zweiten Frühstück nochmal so richtig eingenordet zu werden. Gerade hatte ich mir verführerisch duftende Salami auf das Mettbrötchen gelegt und Nutella (aus dem lesbischen Glas) draufgeschmiert, als mir das Einhorn erschien. Zuerst umflog es mich nur, leise vor sich hin summend, dann aber hub es an und sprach: „Du sollst nicht wettern wider die schwäbischen Impfgegner am Prenzlberg, Du sollst auch nicht verdächtigen den IS und die Asylanten, dass sie die Masern nach Berlin eingeschleppt hätten. Vielmehr sollst Du richten Dein Augenmerk auf die Chinesen, denn die arbeiten bereits an einer Kreuzung nichtveganer Masern mit H5N1, und dann ist was los, ich kann’s Dir sagen.
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By the way 157 – Verwunderung über Völler, Verzweiflung am VfB, und warum darf Brehme nicht auch zu Bayer?
25.02.2015
Der VfB Stuttgart quasi Droge: Man geht immer wieder hin, das volle Stadion vor dem Anpfiff elektrisiert wie der erste Zug an der Kippe, und trotzdem weiß man schon vorher genau, dass es einem nachher noch schlechter geht. Partielle Unfitness und spärliches Haupthaar sind wahrscheinlich die jetzt immer deutlicher zu Tage tretenden Folgen der dunklen Jahre seit 2007. Aber auch wenn mittlerweile noch der letzte Phantast begriffen hat, dass der Kader eben doch nicht „eigentlich zu gut für da unten“ ist: In Hannover und gegen Hertha jeweils ein Sieg, und schwupps ist zumindest die Relegation gegen den KSC wieder drin. Hoffnung, dass die anderen noch schlechter sind. Gleichzeitig aber dauerpräsent die Erkenntnis, dass sie zwar wollen, es aber einfach nicht besser können. Denn real war die 2:3 Niederlage gegen den BVB ein 1:5, verhindert nur dadurch, dass die Gelben ihre Konter nun wirklich fast so dämlich ausgespielt haben, als wären sie der VfB. Herr Reif spricht von „Agonie“ – klar ist der überrascht, kommentiert ja sonst nur bessere Mannschaften. Und den nächsten, der behauptet, das Stuttgarter Umfeld sei ein Schwieriges, den fahr ich mit dem Auto an. Wir jubeln uns hier direktemeng in die Zweite Liga, Fans und Spieler Arm in Arm.
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By the way 156 – heute mit Panzerschokolade und der Shades of Grey-Frage, warum mir im Gegensatz zu Watzke das S vor dem M fehlt...
18.02.2015
Thema heute: Obmänner und Vorsitzende von Untersuchungsausschüssen. Ganz harter Stoff. Dass es in dieser Angelegenheit noch nicht zu einem echten #Aufschrei gekommen ist, das wundert mich. Wahrscheinlich sind die Leute einfach zu abgelenkt von Watzkes fortwährendem Gejammer. Oder es ist ihnen zu kalt. Während aber Watzke weiter unverdrossen Interviews gibt, die, Achtung: Shades of Grey-Konnex, gleichermaßen auf eine sadistische wie auf eine masochistische Ader im Watzke selbst schließen lassen, möchte ich zum Thema Fußball hier und heute lieber nichts sagen. Dazu spielt mein Verein einfach zu schlecht. Dass ich trotzdem weiter hingehe kann nur bedeuten, dass mir das S vor dem M fehlt.
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By the way 155 – Flucht in die Vergangenheit, soll Huub ruhig mit mir schimpfen. Und ein bissle Fuckin gute Bürgerband...
11.02.2015
Mein erstes Spiel im Neckarstadion, an das ich mich Stand heute und ungegoogelt noch so irgendwie erinnern kann, war 1977, Aufstiegsjahr, das 8:0 gegen Jahn Regensburg, in dem Ottmar Hitzfeld gefühlt elf Tore geschossen hat. Dann natürlich auch das 0:1 gegen den HSV, Milewski Jürgen, letzter Spieltag 1984, Deutscher Meister, Benthaus, Walter Kelsch. Der Fallrückzieher von Klinsmann gegen die Bayern, Tor des Jahres 1987, das Finale 1989 gegen Neapel, Hartmann deckt Maradona zu, die Meisterschaft 1992 mit Daum, das 3:0 in der Champions League gegen Leeds, immer dabei. Rückspiel, unterwegs gewesen, nix Internet am Mann, Du kommsch heim morgens um halb vier, von Deine Gosch, Du schtinksch nach Bier – man sagte mir: knapp war’s, irgendeinen Stress gab’s, aber wir sind weiter. Hieß es...
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By the way 154 – durchs wilde Kurdistan nach Cannstatt mittenmang, Leichenberge hüben wie drüben...
04.02.2015
Eigentlich wollte ich ja über die Kurden schreiben – beziehungsweise über die Kurdinnen. Also diese sexy PKK-Girls with Machine Guns, die jetzt überall zu sehen sind, weil sie die Stadt Kobane befreit und die Vollbärte besiegt haben sollen. Und die der Herr Erdogan jetzt natürlich trotzdem doof findet, weil dem sind die Besiegten möglicherweise fast noch lieber als die Sieger. Ich wollte darüber schreiben, wie schade das ist, ein Jammer geradezu, dass Deutschland nicht mehr von Acker und Jockel regiert wird. Denn diese beiden Barockstars hätten sicher keine Sekunde gezögert, die dralle Kampftruppe zu Sondierungsgesprächen ins Kanzleramt zu laden. Da wäre der Gaddafi noch im Grab blass geworden vor Neid, falls er denn ein solches überhaupt bekommen hat.
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By the way 153 - kein Herumeiern mehr im Klimakterium masculinum. Statt dessen Liegestütze auf den Fäusten...
29.01.2015
153. An meinem 46. Geburtstag. Lauter hässliche Zahlen, irgendwie. Passt aber auch ganz gut, (schon wieder) irgendwie. Denn heute, anlässlich meines 46. Geburtstages, erkläre ich im Rahmen der 153. Ausgabe dieser Glosse seit ihrer Neuauflage folgendes: Mir reicht’s! Ich mach es nicht mehr mit! Ich lass es mir nicht mehr gefallen!
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By the way 152 – die Schweiz in Europa, die taz in der Welt, die Terrordrohung gegen Pegida – ist das das Gute im Bösen...
22.01.2015
Eigentlich schade, das Schweizer Franken-Debakel. Bei allem, was man dem mittlerweile von den USA weitgehendzerstörten Bankgeheimnis Schlechtes nachsagen kann – die Schweiz stand immer dafür, dass es auch möglich ist, sich rauszuhalten. Nicht zwanghaft mitmachen zu müssen. Irgendwie. Und ich denke mal, die Schweiz wird auch weiterhin nicht bei allem mitmachen. Sie wird weiterhin ein Geldhafen bleiben, die Leute akzeptieren beim Franken sogar negative Zinsen. Was wiederum nicht heißt, dass ein starker Franken nur schlecht sein muss für die Wirtschaft. Die Schweiz ist ja nun nicht wirklich ein Rohstoffland und bezieht ihr Zeugs für die Industrie aus dem Ausland. Und dieses Zeugs können die Schweizer jetzt doch günstiger einkaufen, oder was? Und diese günstigeren Einkaufspreise gleichen doch den starken Franken im Export teilweise oder ganz wieder aus. Kauft der Schweizer jetzt mehr Importware, Binnennachfrage steigt. Wer vorher über die Grenze gefahren ist um einzukaufen, der fährt auch weiterhin über die Grenze, um einzukaufen. Wieso soll jetzt plötzlich der eidgenössische Einzelhandel zusammenbrechen? Die werden ächzen, die werden schaffen, und denen wird es immer besser gehen als allen anderenEuropäern. Was mir irgendwie mehr Unbehagen verursacht ist die Tatsache, dass ausgerechnet die Schweiz als reichstes aller EU-Länder nicht mehr den Euro aufkaufen und stabilisieren will und dafür mal so eben 79 Milliarden Verlust hingenommen hat!
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By the way 151 - wie Neuer gewonnen hätte, wie wegen Charlie alle durcheinanderreden, und endlich Klarheit im Fall Hoeneß...
14.01.2015
Jetzt wird’s unübersichtlich! Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo kommen die „intelligenten Linken“ und sagen, wir haben die radikalen Islamisten in Europa viel zu lange bagatellisiert. Dem Islam fehle halt leider der Papst, den Gläubigen verbindlich klarzustoßen, wie die heilige Schrift auszulegen sei. Kein islamisches Recht auf deutschem Boden, sagt Geißler, der mittlerweile ja auch fast als Linker durchgeht, so gar nicht schlichtend.
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By the way 150 – zum Jubiläum gibt’s den Jahresrückblick in Überschriften...
17.12.2014
Früher war nur die Zahl, die laufende Nummer, Glosse XY, kein Hinweis auf den Inhalt. Aber seit diesem Jahr immer Headline drüber, kann man sich schon gleich mental drauf vorbereiten, was so kommt. Viel Hirn immer auch mit den Headlines, zwecks Leseranfixung. Und heute nun mal echt besonderer Tag, 150 Mittwochstexte seit dem Reload am 6. Juli 2011, dazu letzte Glosse des Jahres, da mach ich doch glatt den Jahresrückblick in Überschriften, verneigen Sie sich, applaudieren Sie kurz, und es geht los, leider traurig „vom armen Schumi, vom Geschrei um Pofalla, und von den Spielen neben dem Brot“.
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