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By the way 190 – von Bildung und Bomben und der Frage, ob wir alle liberale Pussies sind...
18.11.2015
Es ist gut möglich, dass die folgende Metapher schon zig Mal an anderer Stelle verwendet wurde. Trotzdem möchte ich mit ihr beginnen, weil jetzt schon wieder viele nach der Totalüberwachung rufen und unser Superpressekonferenzveranstalter und menschenberuhigender Innenminister wahrscheinlich genau daran mit Eifer arbeitet: Wenn die Geheimdienste die Nadel im Heuhaufen suchen, dann sollten sie nicht unbedingt noch viel mehr Heu auf den Haufen werfen. Und wenn es konkrete Verdachtsmomente gibt, dann gibt es auch die Erlaubnis, diesen Verdachtsmomenten nachzugehen. Mal ganz abgesehen davon, dass Geheimdienste vor dem Spionieren ohnehin eher selten zuerst Ausschüsse und Parlamente voller geschwätziger Profilneurotiker um Erlaubnis fragen. Müssten sich ja sonst umbenennen, die Geheimdienste, quasi öffentlicher Dienst. Und wenn das friedensnobelpreisgekrönte Europa überhaupt irgendwelche gemeinsamen Werte hat, dann ja wohl solche wie Toleranz, Demokratie, persönliche Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sowie die Tatsache, dass man sich hierher flüchten kann in großer Not. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wer jetzt also „Grenzen zu“ ruft und noch weitergehende Maßnahmen fordert, der unterliegt der Perversion, Europas Werte erhalten zu wollen, indem er diese abschaffen will. Gleiches gilt auch für diejenigen, die jetzt die in Europa lebenden Muslime als potentiell verdächtig bezeichnen. Und das heißt nicht, dass an unseren Schülern Lehrerinnen in Burkas unterrichten sollen.
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By the way 189 – schon wieder Promiboxen in Stuttgart. Zorniger, Wahler, Dutt und Becker gehen in den Ring, danach können wir ausgliedern...
11.11.2015
In der Schule wird es ja normalerweise nicht so gerne gesehen, wenn Lehrer ihre eigenen Kinder unterrichten. Bevorzugung, absichtliche Herabsetzung – man gilt als Lehrer halt nicht als objektiv. Und beim FC Bayern? Da durfte Peps „Fast-Sohn“ Joshua Kimmich gegen den VfB sogar die Standards ausführen, kam auf sensationelle 128 Ballkontakte und lieferte ein derart starkes Spiel ab, dass sie ihm in Stuttgart jetzt wieder die ganz großen Tränen nachweinen. Bis auf den Trainer natürlich, der ist ein Mann der großen Töne, und solche Männer weinen nicht. Die drohen lieber mal vorsorglich Prügel an, finale Prügel sogar. Und also meinte Alexander Zorniger, der nach München gefahren war, um den Bayern weh zu tun, er würde am liebsten diejenigen erschlagen, die für Kimmichs Transfer vom VfB zum FC Bayern verantwortlich seien.
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By the way 188 – Alex predigen und Huub spielen, und warum das Camp Beckenbauer mir als Eiswanne erschienen ist...
04.11.2015
Ich hatte erwartet, besser zu schlafen. Immerhin drei Punkte für den VfB gegen Darmstadt. Auch wenn das Spiel geradezu grotesk schlecht war. Auch wenn der Trainer sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel mal wieder in einer Art und Weise präsentiert hat, die noch elender war als das Spiel selbst. Aber was zählt is aufm Platz, und da hieß es am Ende halt Stuttgart Zwei, Darmstadt Null. Gewonnen, weil der alternativlose Trainer die Alternative losgelassen hat. Wie gegen Ingolstadt. Wir punkten, wenn wir spielen wie bei Huub. Aber Hauptsache, wir punkten. Und da bei einer Niederlage gegen die Lilien gerüchtehalber zunächst der Herr Adrion gegen Bayern und dann der Herr Slomka auf der Bank gesessen hätte, können wir uns der hier schon häufig festgestellten traurigen Gewissheit hingeben, dass unter Sportvorstand Dutt kein gescheiter Trainer niemals nicht beim VfB anheuern wird.
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By the way 187 – mit dem Zeug, das sie beim VfB rauchen, hätte Niersbach besser ausgesehen. Trotz unerwartet ausbleibender Kaiser-Flankierung...
28.10.2015
Polen hat gewählt. „Rechtskonservativ“ werden die Sieger genannt. Trotz eigentlich guter Erfolgsbilanz der bisherigen Regierung. Und wie sich dieses Wahlergebnis auswirken wird, lässt sich nach allem Gehörten in etwa so zusammenfassen: Gut für die Reichen, schlecht für die weniger Reichen, und klare Tendenz in Richtung Griechenland, so wirtschaftlich betrachtet. Scheint aber niemand wirklich zu interessieren, sind ja schließlich nicht wir sondern nur so Kackländer wie Ungarn oder Frankreich, wo die rechten Rattenfänger viele Stimmen bekommen. Um im Bild zu bleiben: Die, die sie wählen, das sind dann die Ratten. Schweiz auch, SVP. Und jetzt halt Polen. Bei uns im Pegida-Land, AfD mit mehr als 30 Prozent? Völlig unmöglich, und deshalb auch nicht weiter wichtig, diese Entwicklung in vielen Ländern. Sarkasmus Ende...
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By the way 186 – alte Rechnungen, unglückbringender Hashtag, und wem es als nächstem ans Leder geht...
21.10.2015
Freitag und Samstag war ich beim Volleyball, Bundespokal der Jugend in Lohhof/Unterschleißheim. Nordbaden Letzter, der gesamte Verband ein Bild des Jammers, die Mädchen und Jungs konnten einem leid tun. Wie der VfB bis dahin auch. Mag am #mirgwinnet liegen, den ich mir mal wieder nicht verkneifen konnte. Aber jetzt gräme ich mich schon ein wenig, weil wenn wir für 6,7 Millionen die WM nach Hause holen können, dann hätte ich in Relation dazu vielleicht fünfzig Euro investieren sollen, um den Titel für den Landesverband meiner Ältesten zu kaufen. Oder wenigstens eine ordentliche Platzierung. Nordbaden ja ohnehin so etwas wie eine exjugoslawische Teilrepublik beim Eurovision Song Contest. Die anderen Bundesländer haben einen Landesverband, Baden-Württemberg hat deren Drei, nämlich Württemberg, Südbaden und Nordbaden. Mit dem Unterschied, dass die sich nicht gegenseitig Punkte schenken können, sondern meistens nur Nordbaden die Punkte gibt und die anderen gerne nehmen. VfB dann das Wochenende ganz untypisch und trotz oder wegen #mirgwinnet mit einem Sieg beschlossen, immerhin, und obendrein noch einen neuen Aufsichtsratschef bekanntgegeben, dessen vereinsinternen Spitznamen ich an dieser Stelle mal lieber nicht bekanntgebe.
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By the way 185 – von fallenden Sternen, vom Rauskärchern mal wieder, und von der United Soccer AG...
14.10.2015
Ich hatte ja schon ernsthaft überlegt, wie nach dem Aufruhr der vergangenen Woche angemessen nachzulegen wäre. Bin ja schließlich nicht David Gilmour oder Roger Waters, die nach Dark Side of the Moon mal eben Wish you were here rausbringen. Kann natürlich nicht mal annähernd Dark Side of the Moon rausbringen. Aber nach den gestrigen und einigermaßen überraschenden, wenngleich ganz und gar nicht unangebrachten Rücktritten des VfB-Aufsichtsratschefs und seines Stellvertreters muss man sich natürlich weiterhin intensiv mit dem VfB beschäftigen.
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By the way 184 – ein offener Brief an die VfB-Familie...
07.10.2015
Sehr geehrte Vereinsführung, Aufsichtsräte, Präsident, Vorstände, Geschäftsleiter, Trainer, Spieler, Ehrenräte, Mitglieder, Fans,
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By the way 183 – der VfB ein Trauerspiel, nur leider ohne Trauerflor. Aber das nur am Rande, denn heute wag ich mich weiter raus, bis runter nach Tayyipistan...
30.09.2015
Heute will ich mich mal etwas weiter raus wagen. Der VfB hat ja nun immerhin nicht mehr null Punkte, und die meisten Leute/Fans/Mitglieder jubeln weiter dem tollen Neuanfangskonzept unserer tollen kompetenten Vereinsführung inkl. Trainer zu. Was also?! Dass diese tolle und kompetente und sich mit dem Verein und der Region identifizierende Vereinsführung nicht mal in der Lage ist, einem Vereinshelden namens Dragan Holcer im ersten Heimspiel nach dessen Tod ein Trauerflor, eine Schweigeminute oder sonst eine würdige Geste zu erweisen, das ist schlechter Stil und würdelos und inkompetent und steht damit stellvertretend für unzählige andere Stillosigkeiten und Fehler, die diese Vereinsführung in den letzten Jahren begangen hat und munter weiter begeht. Dazu demnächst mehr...
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By the way 182 – die Amis machen uns fertig (Volkswagen) und mein Verein macht mich fertig (VfB)...
23.09.2015
In der Schweiz sagen sie ja, „Lulu“ Favre hätte sich schon immer gerne mal einfach verpisst, und so werde es nie was mit einem großen Verein. Dabei waren die Voraussetzungen für ein späteres Engagement beim FC Bayern schon seit der Zimmerteilung bei Servette Genf mit Karl Heinz Rummenigge nicht schlecht. Verständlich nun allerdings, wenn ein Club einen derart sprunghaften Trainer lieber nicht verpflichtet. Und offensichtlich auch, dass Gladbach jetzt nichts weniger braucht als eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung featured by Bild und Co...
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By the way 181 – Merkel macht die großen Gesten, die Arbeit macht das Ehrenamt. Und der VfB Stuttgart macht weiter wie bisher...
16.09.2015
Schwer zu verstehen: Kein Funktionsträger macht was. Keiner sorgt dafür, dass man erstens sofort aufhört, in den Krisenländern erst die Verhältnisse so zu versauen, dass auch wirklich alle abhauen müssen. Und zweitens, dass unser Einwanderungsrecht geändert wird, weil es total scheiße ist. Einwandern (aus den Krisenländern) geht nur über Asylantrag. Keiner kann ganz normal kommen und sich einen Job suchen. Nicht einmal danach fragen kann er. „Hey, ich kann das und das, ich hab auch Geld verdient, weswegen ich, schaut her, ein modernesSmartphone mein eigen nenne. Reichen meine Qualifikationen?“ So halt, wie das auch in anderen Ländern geht, Punktesystem, Bewerbung. Ist doch echt scheißegal, ob der Ingenieur aus dem Elsass oder aus Eritrea kommt. Aber hier wollen wir das offenbar nicht. Hier Asylrecht, und damit Basta. Merkel macht die großen Gesten, und die Ehrenamtlichen machen die große Arbeit. Refugees welcome, gekapert vom Boulevard! Der dicke Gabriel mit dem dicken Button der Bild auf der Kabinettsbank. Warum? Damit das Bild vom engagierten Vizekanzler auf Seite 1 derselben erscheint. Also von dem Mann, der mit seinen Partei- und Koalitionsfreunden fleißig Waffendeals eintütet. Gabriel funktioniert nicht. Unsere Funktionsträger funktionieren nicht. Das hochmütige und obendrein hochgradig bigotte Überstülpenwollen unseres westlichen Demokratieverständnisses in allen möglichen Ländern funktioniert nicht. Und Einwanderung nur via Asyl funktioniert nicht und fährt gegen die Wand. Wissen viele, aber keiner macht was dagegen. Will keiner. Manch einem scheint die Wiesn wichtiger, und am Ende heißt es Grenzen zu. Mit unseren gewählten Interessenvertretern und weltabgewandten Neurotikern, die schon auf dem Schulhof gehänselt wurden, kann einem selbst hier im bestens versorgten Mitteleuropa angesichts der zu lösenden Probleme wirklich mulmig werden.
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